Spanische Tiere e.V.

Tierschutz mit Herz und Verstand

Das Tierheim in Tossa de Mar

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  Die Zusammenarbeit mit Tossa de Mar begann
  im Januar 2006.
  Damals waren wir zwar noch unter anderem
  Vereinsnamen unterwegs, aber trotzdem kennen wir
  die Gegebenheiten vor Ort und die Tierschützer Isabel
  und Michel seit dieser Zeit.
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Das Tierheim in Tossa wird von Michel und Isabel geleitet, die beide auf dem Tierheimgelände wohnen und sich fast rund um die Uhr aufopferungsvoll um ihre Schützlinge kümmern.
Unterstützt werden sie von Kim, die als festangestellte Mitarbeiterin dort tätig ist.

In direkter Nachbarschaft liegt die Perrera von Tossa.
Sobald sich im Tierheim Platz bietet, werden Hunde aus dieser Perrera gerettet und bekommen bei Michel und Isabel eine neue Chance auf ein besseres Leben.
Auch die Zusammenarbeit mit der Perrera in Argentona ist über die beiden entstanden, denn auch dort helfen sie, sobald sie Plätze frei haben.

 
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Im August 2009 habe ich die Chance bekommen, einen ganz persönlichen Eindruck vom Tierheimalltag zu gewinnen, denn ich durfte eine Woche lang mit einer Freundin im Tierheim wohnen und arbeiten. Ich kann nur sagen „Hut ab vor diesem täglichen Einsatz!" Es ist wirklich ein Knochenjob! Jeden Tag werden die Gehege der Hunde und Katzen gereinigt, die Näpfe geschrubbt, Futter verteilt usw. Aber trotz der vielen Arbeit bleibt für jedes Tier ein liebes Wort übrig, Isabel, Michel und Kim sind wirklich mit ganz viel Herz bei der Sache. (Ina Wiesmann) fuetterung

Die meisten der Hunde leben in Gruppen zwischen 2 und ca. 6 Tieren und es funktioniert hervorragend. Wenige Ausnahmen gibt es hier, der ein oder andere absolut hunde- und katzenverträgliche Wauzi darf frei auf dem Tierheimgelände leben.
 
Leider sind viele der Hunde sehr dick,
mangelnde Bewegung, Langeweile und das nicht
wirklich richtige Futter (eine Mischung aus Trockenfutter und Paellaresten, die vom Hotel nicht mehr gebraucht werden) sind Schuld.
tuna6
bosco_irene_clydeii Dennoch kann man getrost sagen, dass die Hunde
hier ein wenig glücklicher leben, als in so manch deutschem Tierheim, wo sie teilweise alleine ihr
Leben in einem kleinen Zwinger und auf kaltem Betonboden fristen müssen.
In Tossa sind die Gehege recht groß, jeder Hund hat
eine eigene Hütte und Gesellschaft von weiteren Hundekumpels.
Die meisten Katzen leben frei auf dem Hof,
es sind die wilden, oft unvermittelbaren Katzen, die so
die Chance auf ein freies Leben haben.
Die neu im Tierheim angekommenen Katzen leben erst einmal eine Zeit lang in den verschiedenen Gehegen zur Beobachtung, medizinischen Versorgung, Kastration etc. Sobald der Tierarzt grünes Licht gibt, dürfen auch viele dieser Katzen frei auf dem Tierheimgelände laufen.
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Und hier einmal die eigene Vorstellung des Tierheims:

"Die Associació Protectora d'Animals i Plantes de Tossa de Mar (APAPT) wurde 1985 begründet.

Die Gründerin von APAPT, Chari Cruz, fing damals die Tierschutzarbeit an, zuerst in ihrem eigenen
Haus und danach in dem Gelände, das ihr der Gemeinderat von Tossa de Mar überlies.
Jetzt leben in der Finca Sa Sureda im Tierheim insgesamt etwa 400 Tieren ( ca. 120 Hunde,
eine große Anzahl von Katzen und einige andere Tierarten).
Die Bedingungen in unserem Tierheim haben sich für unsere aufgenommenen Tiere stark verbessert,
aber unser Verein hat ständige Finanznot, da wir ohne staatliche Unterstützung nur von Spenden der Mitglieder leben.
Die Arbeit ist wirklich schwer, da wir tägliche Sorgen haben die Kosten zu decken, für die ungefähr
3.000 Kg Hundetrockenfutter und zusätzlich Katzentrockenfutter und die vielen Feuchtfutterdosen,
die wir monatlich für die Ernährung unserer Tiere benötigen.
Die Haupttätigkeit von APAP-Tossa besteht darin, ausgesetzte und abgeschobene bedürftige Tieren
bei vorhandener Aufnahmekapazität aufzunehmen, die zu unserer Zuflucht von Sa Sureda in
APAP Tossa kommen, sie zu ernähren, medizinisch zu betreuen, vermeiden der Euthanasie wenn wir
sie aus den Perreras holen und Dank der Kontakten zu anderen Tierschützerinnen, hauptsächlich
Kontakte in Deutschland, Österreich, England, der Schweiz, Frankreich und in Spanien erlauben,
eine wichtige Lebensqualität zu retten.
Wir versuchen die Hunde in Spanien in ein gutes Zuhause zu vermitteln und fahren auch einige Male
im Jahr nach Deutschland um viele der Hunde, die in Spanien keine Chance auf Vermittlung haben
über deutsche Tierheime zu vermitteln.
Für diese Aufgaben ist ein Transporter notwendig, den wir schon gekauft haben und der monatlich
bezahlt wird, da der Transport bisher mit gemieteten Fahrzeugen oder mit Privatfahrzeugen gemacht wurde, eine sehr große Ausgabe ist, die nicht mehr möglich war.
Die Situation der Tiere verschlimmert sich jedes Jahr, wenn tausende Tiere in Katalonien wegen den verantwortungslosem Verhalten bzw. fehlender Kenntnisse der Halter ausgesetzt werden.
Diese Tiere würden alles für uns machen und sie werden nie verstehen, warum viele Menschen sie mit solcher Grausamkeit und Gleichgültigkeit behandeln.
Gegen diese Ungerechtigkeiten kämpfen wir täglich ohne amtliche Hilfe, nur mit der Unterstützung
unsere Mitglieder und der ehrenamtlichen Mitarbeiter.
Deshalb brauchen wir alle mögliche Hilfe: Sie können Mitglied werden, Spenden, Material,
Medikamente und Futter schicken, uns persönlich helfen (als Tierarzt oder freiwillige Mitarbeiter)...
es gibt viel zu tun für Tiere in Not.
Tossa de Mar liegt in Nordspanien, an der Costa Brava, etwas südlich von Girona. Das Tierheim
der APAPT liegt 1,5 Km von Tossa de Mar, in der Finca Sa Sureda, zwischen Wäldern und genau
neben der Kläranlage des Dorfes, und die Anlage der Gosserea Comarcals de la Selva,
(staatliches Tierheim ) liegt direkt neben unserem Tierheim.
Es ist wichtig zu erklären, dass unser Tierheim von APAP-Tossa nichts mit dem offiziellen staatlichen Tierheim von La Selva zu tun hat.

Die APAPT besteht aus einem Vorstand, der in der jährlichen Versammlung gewählt wird.
Präsident ist Michel Cruz und Vizepräsident Isabel Garriga.
In dem Gelände des Tierheims befindet sich eine Wohnung, was 24 Stunden Verfügbarkeit bedeutet.
Die Bewohner sind Michel Cruz und seine Frau Isabel. Sie sind Mitarbeiter und Verwalter des Tierheims und sie kümmern sich um die Erhaltung der Anlagen und die Versorgung der Tiere.
Der Tierarzt untersucht, behandelt, impft und operiert unsere Tiere.
Es gibt eine angestellte Mitarbeiterin.
Die freiwilligen Mitarbeiter machen verschiedene Tätigkeiten: Renovierung der Anlagen, Entflohen, Entwurmen, Baden und Scheren der Tiere, Bilanz der Lager, Kontrolle der Vermittlungen, Briefen beantworten, die Zeitschrift verfassen.
Wir haben die Zeitschrift CALIPSO (auf Katalanisch) herausgegeben, um die Mitglieder unseres
Vereins und alle Tierfreunde über wichtige Auskünfte unseres Tierheims informieren zu können.
Die Mitglieder von APAPT sind ebenfalls die VerteidigungsantiStierplattform der Tiere von Lloret von
Mar, P. A. D. A. (Plataforma Antitaurina de Defensa a los Animales ). In dessen Namen und in unserem wollen wir das Schließen und den Abbruch der Stierkampfarena von Lloret erreichen.
Damit die Fundació ein Erfolg ist, brauchen wir die Hilfe von allen, die mitarbeiten wollen.

Definitiv ist alles, was wir machen, für die Verteidigung der Tiere kämpfend und deshalb bitten wir,
dass Ihr helft, dass es möglich ist. Wir wollen im Voraus und in Namen unseren Tieren für jede Art
der Hilfe danken."

 


Aktuell ist die finanzielle Lage in Tossa sehr, sehr angespannt.
Der Verein ETN e.V., welcher bisher monatlich eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 1.200,- Euro leistete, hat per Brief angekündigt, dass diese Hilfe ab sofort wegfällt.

Unsere Tossaner sind derzeit komplett vor den Kopf gestoßen, sie überlegen, wie sie damit umgehen können und werden. Wie sie überhaupt weiter machen können.

1.200,- Euro sind sehr viel Geld. Geld, was nun irgendwie anders "organisiert" werden muss, wenn alle Tiere weiterhin was zu futtern haben sollen und die medizinische Versorgung sichergestellt bleiben soll.


Wir werden alles erdenklich Mögliche tun, damit wir den Tossanern helfen können und das Tierheim weiterhin in der Art und Weise bestehen bleiben kann.

Eine große Unterstützung durch persönlichen und finanziellen Einsatz erhält das Tierheim auch durch
die Second Chance Pfotenhilfe e.V.
( www.second-chance-pfotenhilfe.de ).
Mit diesem Verein arbeiten auch wir seit langer Zeit sehr eng und vertrauensvoll zusammen und hoffen, dass wir gemeinsam ein bisschen mehr erreichen können.

 



Auf der Homepage sind noch viele weitere Eindrücke vom Tierheim zu finden:

www.apap-tossa.de